Sparpotential beim Einkauf von Lebensmitteln

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Da gab es eine Zeit in meinem Leben, da hatte ich viiiel Monat und weeenig Geld. Ich ernährte mich von Joghurts, Brot, Luft und … na ja, nicht einmal Liebe. Zum ersten Mal im Leben, realisierte ich, was der Markt einem kleinen Portemonnaie so anzubieten hatte. Aber das ist ein anderes Thema. Heute nehme ich die bekannten Ratschläge zum Geldsparen beim Lebensmitteleinkauf mal näher unter die Lupe. Hier kommen die bekanntesten…

Aktionen auf Vorrat kaufen. Falls es etwas ist, was du regelmässig isst, bzw. zum Kochen verwendest – perfekt! Öl, Butter (einfrieren), Mehl, Zucker, Getränke, Teigwaren, Reis, etc.. Fleisch in Aktion sollte möglichst sofort verwendet werden, ansonsten hast du schnell eklige Überraschung. Mit dem Kassenzettel kannst du das Geld zwar zurückverlangen – aber auch nur wenn du Zeit hast und Lust das stinkende Stück herumzutragen.
Viele Lebensmittel „in Aktion“ sind Süssigkeiten, Kanabberzeugs, vorgefertigte Menüs, Pizzen, etc.. Es sind nicht die gesündesten Lebensmittel – lass dich nicht blenden! Und… mit „Aktuell“ angepriesene Ware ist nicht günstiger!

Ausschussware, oft in Körben angeboten, versehen mit 1/2- und 1/4-Preis-Klebern, sind meist Lebensmittel unmittelbar vor Ablaufdatum, welkes Gemüse oder fleckige Früchte. Sie sind nicht schlecht, sollten aber möglichst schnell verarbeitet werden. Du kannst zwar fast alles einfrieren, vieles einmachen oder einfach vorkochen – aber auch NUR, wenn du Zeit und Platz hast dafür! Ansonsten hast du Nahrungsmittel weggeworfen und der Laden hat dabei verdient.
Leider sind oft auch viele Süssigkeiten in diesen Körben. Überlege dir, ob du sie wirklich brauchst!

Auf den Preis pro Einheit achten. Der kg oder Liter-Preis steht immer ganz winzig geschrieben auf dem Preisschild. Rechne und vergleiche! Es ist uncool, aber birgt Sparpotential!

Billig-Linien bei Grossverteilern, sind meist in den unteren Regalen zu finden. Bei Gemüse und Früchten handelt es sich oft um Waren vom selben Bauernhof, aus der gleichen Ernte – einfach weniger schön als das teurere Angebot. Für eine Suppe, einen Salat, ein Ofengericht oder Kuchen, muss das Gemüse nicht perfekt geformt sein. Allgemein gesagt: Die Preisunterschiede haben oft auch was mit der Qualität und/oder Menge zu tun! Je nachdem, ob du dein Produkt bei einem der Grossverteiler kaufst, auf dem Strassenmarkt, Bauernhof, im Fabrikladen, in der Bäckerei oder über der Grenze (dort ist zwar nicht alles besser, aber auch nicht giftig  – wahrscheinlich aber günstiger) lohnt es sich gut hinzuschauen. Wenn du Qualitätsunterschiede in Kauf nimmst, unbedingt Billig-Linien wählen! Wenn du nicht bereit bist Abstriche in der Qualität zu machen, bleib bei deinen Lebensmitteln. 

Nahrungsmittel schenken lassen! Lass dir teure Lebensmittel oder Neue Produkte zum Geburtstag oder Weihnachten schenken. z.B. besondere Tee- oder Kaffeesorten, besondere Gewürze, den Lachs, die Kuh im Abo, oder ganz klassisch Spirituosen und Pralinen…. du kannst ja vorab davon schwärmen. Kram hat man ja meist genug.

Saisonal einkaufen. Zuerst musst du wissen was gerade Saison hat. Dafür sind Saisonkalender gut (z.B. Schweizer Gemüse, Schweizer Früchte, Schweizer BIO-Produkte, und was der wwf dazu sagt). Aber Achtung: Pastinaken z.B. haben zwischen Juli und März Saison. Im Oktober kannst du sie für CHF 3.– kaufen, im Februar für CHF 8.–. Und oft ist das ungewürzte Tiefkühlgemüse günstiger!

Treue- & Bonuskarten, Rabatte und Coupons lohnen sich nur, wenn du regelmässig im selben Geschäft einkaufst und diese auch für Waren gelten, die du auch wirklich regelmässig verwendest. Ansonsten hast du eine Zettelsalat oder App-Wirrwarr.

Mini-Selbstversorger werden. Ist nicht so schwer! Du pflanzst selber Kräuter an, die du oft frisch verwendest (Petersilie, Basilikum, Oregano, Schnittlauch, Thymian, Minze…) oder Gemüse (Cherry-Tomaten, Radieschen, Mangold…) und lässt es auf dem Balkon gedeihen. Ist deutlich günstiger als regelmässig im Laden zu kaufen – ausser du bist viel auf Reise und hast keine Nachbarn die Giessen können – dann ist diese Arbeit nicht so sinnvoll.

ausserdem:
Menü- und Budgetpläne erstellen. Wenn du weisst, was deine Familie so isst, kannst du auch nach Aktionen Ausschau halten. Vorkochen, einfrieren….
Mindestens haltbar ist kein Kriterium für’s Wegwerfen! Aufmachen, anschauen, riechen, kosten und erst wenn nötig, wegwerfen.
Nose-to-Tail und Leaf-to-Root machen Sinn.
– Freunde mit Schrebergarten geben gerne etwas von ihrer Ernte ab… sie freuen sich aber sicher auf einen Gegenwert!
Madame Frigo, bzw. foodsharing (via facebook) lohnt sich auch zu testen.
To-good-to-Go und gute Nachbarschaft helfen Lebensmittel zu retten!
– Bei Frühling-, Sommer- und Herbstspaziergängen schön die Augen offenhalten! Beeren, Früchte und Nüsse auf der offenen Strasse/auf dem Boden oder im Wald kosten – nichts! (Aber nicht aus Nachbarsgärten oder Hochbeeten stehlen!)

Vielleicht habe ich noch was vergessen… schreibe aber bestimmt wieder.

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