März Rezept – Spinatknöpfli

Es ist wohl eins der wenigen Lieblingsessen (mit Gemüse) meiner Kids und sehr einfach zuzubereiten. Für mich eignet sich dieses Gericht im Übrigen hervorragend als Aggressionstherapie und Vorbereitung für eine Gesichtspeeling-Behandlung. Da es etwas zeitintenisv ist, ist das Rezept hier für 1,5 Portionen/4köpfige Familie gerechnet. Das reicht für einen Teller voll am Montag, und als Beilage am Mittwoch oder Donnerstag, wenn sauber im Kühlschrank gelagert.

Das braucht’s…

600g Mehl
2 KL Salz
3 dl Wasser (Milchwasser oder kohlensäurehaltiges Wasser)
6 frische Eier (bis hier ist es das Grundrezept)
6 EL pürierten Spinat (das ist exklusiv!)

Und so geht’s…

Spinat waschen, etwas Öl in einen Kochtopf heiss werden lassen und den nassen Spinat reintun. Rühren bis er in sich zusammengefallen ist, etwas auskühlen lassen und pürieren. Ich Faulpelz nehme den tiefgekühlten Spinat und taue ihn rasch auf.

Die ersten vier Zutaten nacheinander ordentlich mit einem Holzlöffel rühren und schlagen bis die Masse schön einheitlich glatt ist und sich Blasen bilden, dann den Spinat reinarbeiten, auch wieder bis der Teig Blasen bildet. Das bedeutet, Küchentüre zumachen, Musik laut stellen, ordentlich in den Teig schlagen und bei Bedarf fluchen (soviel zur Aggressionstherapie). Bei Vollkornmehl, sollte etwas mehr Flüssigkeit rein, damit die Masse nicht zu zäh wird, und du aus anderem Grund fluchen musst. Fluche natürlich nur, falls es einen Grund dafür gibt. Wenn es keinen gibt, versuche schön regelmässig zu atmen, die Gesichtsmuskeln aber auch die Gesässmuskeln zu entspannen und so zu schlagen…. der Teig wird dir ganz bestimmt gelingen!! Das wird der beste selbstgemachte Teig deines Lebens! Wer gerne Gadgets hat, der kauft sich einen Spätzli Blitz. Damit ist’s aber fast  langweilig.

Den Teig 30 Min. ruhen lassen. Du kannst in der Zwischenzeit deinen Schlagarm dehnen… Dann, 3 l Wasser mit 1,5 EL Salz aufkochen, kurz vor dem Siedepunkt den Teig portionenweise durch ein Knöpfli-Sieb* streichen (oder von Hand auf dem Schneidebrett dünne Streifen abschaben… das wären dann Spätzli). Portionenweise bedeutet, die Hitze runterschalten während der Teig rein tropft (ansonsten verdampft das Wasser zu schnell bzw. du verbrauchst zu viel davon und musst nachfüllen und nachwürzen… und du dämpfst dein Gesicht – was gut ist, wenn du danach ein Peeling möchtest) um sie dann wieder hochzuschrauben zum aufkochen. Die Masse ca. 3 – 5 Min. köcheln lassen, damit es drin nicht matschig bleibt. Mit einer Schaumkelle die Knöpfli herausnehmen (wenn du sie nicht gleich verarbeiten möchtest, sofort in eiskaltes Wasser legen), gut abtropfen lassen und in einer Bratpfanne auf zerlassener Butter anbraten. Zusammen mit Schinkenstreifen und/oder geriebenen Greyerzer anbraten, oder exotisch etwas vom Algenblatt draufzupfen, oder Zwiebelringe frittieren und daruntermischen… oder Hackfleisch & Käse daruntermischen und gratinieren.

* Knöpfli-Sieb – wähle einen mit einem wärmeisolierenden Griff…

Einfrieren würde ich die Spinat-Spätzle egal ob ich gefrorenen oder frischen Spinat verwendet habe. Ich schrecke die fertigen Knöpfli nach dem Rausholen gleich mit Eiswasser ab, lasse sie gut abtropfen und erkalten, beschrifte den Gefrierbeutel mit Inhalt (z.B. Art, Gewicht & Datum), fülle ihn und verwende den Teig vorsichtshalber innerhalb von 3 Monaten. Zum Auftauen, werfe ich den Beutelinhalt in heisses Wasser, lasse ihn ein paar wenige Minuten auftauen und verarbeite ihn wie oben beschrieben weiter.

Variationen:  Das Grundrezept ist das gleiche wie oben beschrieben, aber ohne Spinat. Für andere grüne Knöpfli/Spätzli, kannst den Spinat durch Bärlauch oder Rucola ersetzen.
Für rote Knöpfli, den Spinat durch Tomatenpüree ersetzen, oder Rüeblisaft mit Wasser vermischen oder Randenpüree einarbeiten für pinkige Knöpfli. Gepunktete Knöpfli bekommt man mit einem TL Mohnsamen im Teig.

Viel Spass!

P.S. Wer jetzt noch an Nitrat, Nitrit und Nitrosamine gedacht hat, der/die darf hier noch was lesen. Für diejenigen, die nicht lange lesen wollen, aber doch noch ein Rechenbeispiel brauchen… hier eine Zusammenfassung: Der Grenzwert für die tägliche Nitratzufuhr liegt bei 3,7mg/kg Körpergewicht. Bei einem 20kg-Kind beträgt der Grenzwert also 74mg pro Tag. Wenn dein Kind nun tatsächlich 100g rohen Spinat futtert, hat es 350 mg Nitrat aufgenommen (falls der Nitratgehalt 3500 mg/kg Spinat – also äusserst hoch – wäre). Durch’s Erhitzen sinkt aber der Nitratgehalt massiv. 6 EL pürierter Spinat entspricht etwa 90g rohen Spinat… auf 6 Personen verteilt (da es sich im Rezept um 1,5 Portionen/4köpfige Familie handelt), hat dein Kind also allerhöchstens 52 mg Nitrat aufgenommen…. und wenn noch Speck & Käse im Spiel ist und ein Liter Wasser dazu, auch dann erreicht es nicht das Tageslimit. Und wenn auch – es gibt vermutlich nicht jeden Tag Spinat. Wichtig ist nur, dass die Spinatknöpfli im Kühlschrank gelagert oder schnell tiefgefroren werden.