Menüplan

Als sich unser Esstisch mit Familienmitgliedern und Freunden füllte und alle bedarfsgerecht ernährt werden wollten, musste auch ich lernen zu planen. Ich wollte mir ohnehin einen Überblick verschaffen, was ich so produziere, aber auch die Kosten kontrollieren. Es brauchte etwa 30 Minuten Zeit, bis der erste Menüplan stand. Heute geht es viel schneller und an manchen Wochen brauche ich ihn gar nicht… ist aber irgendwie chaotischer.

Ich startete mit Internet-Recherche und gab schnell auf, zu viel unbrauchbare Infos. Also entschied ich mich für das Einfachste. Eine Agenda. Die günstigste für Fr. 7.95 von Simplex (Schüleragenda, Format A5). Darin ist eine Woche auf zwei Seiten verteilt. Ich habe Platz, um unsere drei Menüs pro Tag aufzuschreiben, plus Notizen, Planänderungen, sogar Rezepte einzukleben oder Sternchen zu kritzeln. Ich kann nachlesen was ich bereits gekocht habe und was die Kids (nicht) gerne hatten.

Zuerst listete ich auf den hintersten Blättern alle Gerichte auf, welche die ganze Familie gerne hat oder gut verträgt. Danach solche, die nur einzelne Familienmitglieder gerne haben und andere nicht. Dann schaute ich mir den Gesundheitswert und die Zubereitungsdauer der einzelnen Gerichte an und entschied, ob sie in die Arbeitswoche oder ins Wochenende gehören. An Weihnachten, Ostern und an Geburtstagen gibt’s immer dasselbe… das konnte ich gleich in die Agenda übertragen.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass sich die Wochenmenüs alle drei Monate wiederholen „dürfen“, andere sprechen von vier Wochen. Ich gebe mich mit einem Zwei-Wochen-Rhythums zufrieden. Du wirst aber merken, dass sich der Rhythmus auch der Saison anpasst. Oder hast du frische Spargeln im November gegessen oder Rosenkohl im Juli? Mehr dazu in einem späteren Beitrag. Ansonsten: Ein paar mal pro Monat wird ein neues Gericht ausprobiert. Drei-viermal pro Monat kaufen wir vom Take-Away… einen Döner oder Burger, eine Pizza, etwas Thai oder Sushi, etc… meistens dann, wenn’s zeitlich zu spät zum Kochen wird (wegen Kurs, Training oder Schule).

Wer sehr gerne kocht und nirgends eingeschränkt ist, kann sehr viel mehr Abwechslung in den Menüplan bringen. Z.B. einen Asia-Food-Tag pro Woche, eine Poké-Woche, Lieblingsgerichte veganisieren oder ein ganzes Kochbuch test-kochen. Wer vor einer Reise ins Ausland steht, kann sich ein-zwei Wochen kulinarisch auf diese Reise vorbereiten, oder nach dem Aufenthalt die beliebtesten Gerichte nachkochen.

So. Wenn du die Gerichte für die erste Woche geplant hast, kannst du auch die Einkaufsliste erstellen, später auch deinen Einkaufsrhythmus organisieren. D.h. du kannst von Aktionen profitieren, Saisonales berücksichtigen, auf Vorrat kaufen. Du wirst erkennen, dass du gewisse Gerichte vereinfachen oder veredeln kannst. Du kannst in der Küche „wachsen“, weil du immer zurückblättern kannst und sehen kannst, was du ändern möchtest/könntest. Du wirst dich locker zum Profi entwickeln, oder mindestens lernst du kochen. Du wirst neu erblühen! Ähm, oder so… es braucht etwas Zeit… du musst es dir natürlich auch wünschen. Positive Affirmation heisst das.

Viel Spass.