Mein Küchenroboter, Teil 3

Bild: Klaus Nielsen, Pexels

Wer neu in meinem Blog ist, der muss wissen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt. Es gibt den Teil 1 über den Thermomix®, einen Teil 2 und den hier. Das ist der letzte Teil. Eherenwort. Lies ihn. Ausser du bist extremst beschäftigt. Aber auch dann könntest du weiterlesen. Vielleicht bist du danach weniger... oder aber mit einer neuen Leidenschaft beschäftigt.

Was nach dem Kauf geschah

Es war Ende Oktober, als ich mir den Thermomix® TM6 kaufte. Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk for myself. Dann verging die Zeit wie im Flug. Einige Monate lang gab’s fast wöchentlich selbstgemachte Pizza für die Kids. Mein Jüngster kann sie nicht mehr sehen und besteht mittlerweile auf die gekaufte Fertigpizza – Geschmackssache eben. Züpfe. Jeweils 3 – 10 Min. aktive Arbeit für beide Teige. Für die Zubereitung der Zimtsterne-, Mailänderli-, Anischräbeli-Teige und einer Oblaten-Füllung brauchte ich insgesamt ca. 30 Min. Zwischenputzen inklusive. Das Ausstechen hatte eine Ewigkeit gedauert.

Ausprobiert und etabliert haben sich einige neue superschnelle Rohkost-Salate, perfekt crèmige Suppen, Rösti und Kartoffelstock, das Fleisch-hacken, Brote und Teige. Dann Johannisbeergelee, Oxymel (ein Immunbooster mit Manuka Honig), Lemon Curd, Pavlova, Macarons, Rüebli-Torte, Glace. Ich mahle Kaffee in diesem Gerät, mixe Kräuterbutter und -salz, fermentiere Joghurt, verwandle altes, trockenes Brot in Sekunden zu Paniermehl, Käse zu Reibkäse, Kristallzucker zu Puderzucker. Gelingsicher! Du musst nur die Zutaten reinschmeissen, tippen und den Knopf drehen bei den geführten Rezepten.

Klar, man könnte sich fragen: „Wieso tut sie sich sowas an?“. Aber he, es macht Spass!! Ich muss das Essen nicht verpackt einkaufen, weiss meistens was ich so esse und dass es gelingen wird. Ich muss nicht ewig rühren und mir die Hände kaum schmutzig machen. Ich muss nicht etliche Hefte und Kochbücher durchblättern und Rezepte googlen und auch nicht immer wieder das Rezept vorsichtshalber noch mal checken. Die Maschine sagt mir, was ich tun muss. In Knopfumdrehen alles fertig.

Vor lauter Zauber übersehen

Der Thermomix® TM6 wird mit einem Kochbuch und einer digitalen Rezeptesammlung geliefert. Diese Rezeptesammlung heisst Cookidoo® und verfügt über etliche klassische und auch sehr trendige-Rezepte in DE, FR, IT, ES, PT, EN & PL. Stell dir vor: Du sitzst im Bus, wählst ein Rezept, lädst notfalls die Einkaufsliste runter und zuhause startest du eine Maschine. Die Maschine sagt dir, was und wieviel wovon du reinwerfen musst. Du kannst mit derselben Maschine abwiegen, anbraten, pürieren, mixen, schlagen, etc., etc. und so klickst du dich durch bis das Gericht fertig ist. Absolut unromantisch und doch perfekt.

Bei so einer grossen Anzahl an Rezepten, muss man sich Zeit nehmen um die allerliebsten zusammenzusuchen. Damit du dann auch dauerhaft darauf zugreifen kannst, musst du dieses digitale Kochbuch für 39.–/Jahr (entspricht 3.25 pro Monat) abonnieren. Ansonsten sind alle deine gespeicherten Rezepte weg, die du dir in den ersten sechs kostenfreien Monaten angelegt hast. Der erste Preisaufschlag seit sechs Jahren wurde allerdings schon angekündigt: 54.–/Jahr also Fr. 4.50/Monat. Das Betty Bossi Mix-Heft kostet im Jahresabo 47.70. Darin werden ausschliesslich Thermomix-Gerichte schmackhaft gemacht und Hacks vorgestellt – die sind aber allesamt im Cookidoo® enthalten. Im Vergleich dazu; ein Migusto-Jahresabo kostet heute 36.–, Wildeisens Kochen 86.–. Deine eigenen, vor dem Thermomix® gesammelten Rezepte wirst du übrigens demnächst im Cookidoo® auch hinterlegen können. Bis jetzt hat aber das mitgelieferte Kochbuch gut helfen können.

Gemüse und Früchte rüsten und grob zerlegen, musst du immer noch. Weil der Rest so einfach ist, neigt man doch dazu, etwas mehr zu kochen und zu backen als vor der Anschaffung des Geräts (was bald vorbeigeht). Zudem sind die angegebenen Mengen in den Rezepten sehr grosszügig berechnet. Das ist einerseits super, denn dann hat man automatisch vorgekocht. Reduziert man aber die Rezept-Mengen, kann es auch mal suboptimal werden – besonders wenn es sich um Saucen, Emulsionen oder um Kräuter-Gehacke handelt.

Die Salate sehen definitiv gewöhnungsbedürftig aus! So zerhackt, vermixt und farblich an alles andere erinnernd als an Essen, könnte man meinen „no-go“. Nicht instagrammable. Nix da! Alles absolut superlecker! Unbedingt empfehlenswert!

Kleiner Schock

Kurz nach dem Kauf meldeten mir meine Schwestern, dass nun Aldi und Lidl in der Schweiz auch so eine Super-Küchenmaschine verkaufen. Für nur rund 300.–. Autsch. Das hatte für einen kurzen Moment tatsächlich irritiert. Hatte. Vergangeneheit. Auf YouTube finden sich zahlreiche Videos, wo die Geräte mit dem Thermomix® TM6 verglichen werden. Falls du dich nach diesen Videos für den Thermomix® entscheidest, findest du ihn übrigens mit etwas Glück auf Marketplace, Tutti, Ricardo & Co. für etwas weniger Geld, als ordentlich gekauft. Den Preis habe ich verdaut. Er ist nicht mehr der Rede wert.

Die absolut positivste Überraschung

Der Thermomix® TM6 ist gar nicht so gross und schwer wie er zu sein scheint und der Lärmpegel ist eigentlich nicht höher als ein Handmixer/Pürierstab oder meine alte Knetmaschine. Als ich dieses Gerät testete, schrieb ich das Gegenteil. In dieser Probe-Phase wollte ich mich wohl selbst vom Nicht-Kaufen überzeugen. Nun ist klar, dass mein Mixer und Pürierstab deutlich lauter rotieren – und obendrein viiiiel länger und das Ergebnis am Ende nicht vergleichbar ist.

Ich koche übrigens immer noch sehr oft „analog“. Der Thermomix® TM6 ist mein unauffälliger, unaufdringlicher HerdMixerPürierKneter geworden, der regelmässig in irgendeiner Form zum Zug kommt. Er steht in einer Ecke, geduldig und parat seinen Job anstandslos zu erledigen. Was auch immer ich von ihm will, bekomme ich – 100% perfekt erledigt… sofern ich selbst nicht einen Mist baue.

Die Knetmaschine, der Pürierstab, Mixer und Häcksler werden von mir nicht mehr oder höchst selten verwendet. Nur mein Mann ist noch skeptisch!

Fazit

Namhafte Profis, Kochbuchautorinnen und -autoren haben so ein Gerät in der Küche stehen. Das sieht man im TV, auf Insta und You Tube immer wieder. Es ist so gut, dass es andere Firmen schon kopiert haben. Alles Gute wird kopiert!

Das Gerät ist eine sinnvolle Anschaffung. Vermutlich sogar auch die Kopie davon.

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